So besiegst Du Dein PCO-Syndrom

So besiegst Du Dein PCO-Syndrom! Sport und Ernährung sind scharfe Waffen gegen Dein PCO-Syndrom. Aber auch wenn Du kein PCO-Syndrom hast, gibt es hier wertvolle Tipps für eine schwangerschaftsdienliche Lebensweise.

PCO-Syndrom, Teil zwei

Im letzten Teil zum PCO-Syndrom haben wir uns ausführlich mit der Diagnostik befasst. Heute schauen wir uns die Ursachen an. Außerdem geht es darum, wie Du Dein PCO-Syndrom selbst positiv beeinflussen kannst, damit Du schneller schwanger wirst. Aber auch ohne PCO-Syndrom bekommst Du hier viele wertvolle Tipps, damit Du schneller schwanger wirst.

Zu diesem Thema gibt es auch ein Video auf meinem YouTube Kanal!

Wie entsteht ein PCO-Syndrom?

Genetik

Es gibt einige Faktoren, die Hinweise auf die Ursachen geben. So kommt das PCO-Syndrom familiär gehäuft vor. Deshalb wird eine erbliche Komponente diskutiert.

Hormoneller Regelkreis

Daneben ist der hormonelle Regelkreis oft gestört, was zu einer vermehrten Bildung von männlichen Hormonen führt. Ein zu hoher Spiegel an männlichen Hormonen führt wiederum zu einer Störung der Eizellreifung. Außerdem sind die männlichen Hormone bei PCO-Patientinnen für den eher männlichen Behaarungstyp und die Hautunreinheiten verantwortlich.

Gewicht

Und dann ist da auch noch das Gewicht. 50 – 70% der PCO-Patientinnen sind übergewichtig. Übergewicht verschlechtert das PCO-Syndrom. Hier wird der hormonelle Regelkreis über das Gewicht noch zusätzlich gestört.

Die Gewichtsreduktion kann bei einem PCO-Syndrom gemeiner Weise noch mal schwerer sein. Denn häufig hast Du auch eine Insulin-Resistenz. Das bedeutet, dass Dein Zuckerstoffwechsel gestört ist. Er ist in Richtung Diabetes verschoben. Da fällt das Abnehmen schwerer. Zudem ist ein gestörter Zuckerstoffwechsel ebenfalls Gift für den Kinderwunsch und eine Schwangerschaft.

… nicht nur Übergewicht

Immer häufiger sehe ich aber auch schlanke Patientinnen mit einem ausgeprägten PCO-Syndrom. Deshalb ist nicht nur Übergewicht verantwortlich für die Entstehung eines PCO-Syndroms.

Das PCO-Syndrom kann auch normalgewichtige Frauen betreffen. Deshalb wird angenommen, dass ein bewegungsarmer Lebensstil mit fett- und zuckerreicher Ernährung ein PCO-Syndrom begünstigen kann. Umweltgifte und hormonähnliche Stoffe im Plastik stehen ebenfalls auf der möglichen „Täterliste“.

So besiegst Du Dein PCO-Syndrom

Also ganz vorweg: ein PCO-Syndrom ist so etwas wie ein genetischer Fingerabdruck. Das wirst Du nie ganz los. Aber Du kannst es in den Griff bekommen und so schnell schwanger werden!

Therapieansätze

Zum einen kannst Du Deine Ernährung und Dein Gewicht optimieren. Sport ist ebenfalls wichtig.  Aber auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die die männlichen Hormone senken und den Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen, haben einen festen Platz in der Therapie des PCO-Syndroms.

In diesem Blog besprechen wir die Dinge, die Du tun kannst, um Dein PCO-Syndrom zu besiegen.

Deine Ernährung

Stelle Deine Ernährung auf eine pflanzenbasierte ballaststoffreiche Ernährung um. Ganz unkompliziert geht das mit der „Plate-Method“ oder auf Deutsch: „Teller-Methode“. Damit kannst Du Dir eine gesunde Ernährung zusammenstellen. Die Portionsgrößen der einzelnen Nahrungsbestandteile werden anschaulich dargestellt. Keine komplizierten Rezepte, kein langes Ausrechnen von Kalorien.

Die Teller-Methode

Stell Dir einfach einen runden Teller vor.

Die Hälfte dieses Tellers sollte mit Gemüse und/oder Salat gefüllt sein. Auch Obst darfst Du in Maßen verwenden.

Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe nimmst Du so automatisch reichlich zu Dir.

Dabei hast Du viele Variationsmöglichkeiten, denn Gemüse kann sehr vielfältig zubereitet werden.

Kochen, dämpfen, schmoren oder roh, da sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Tiefkühlgemüse darf es mal sein.

Wenn Du Dir was richtig Gutes tun möchtest, wählst Du eine möglichst bunte Auswahl an Gemüsefarben:

Grünes Gemüse wie Kohl, Brokkoli, Gurken und Salat,

orangefarbenes Obst und Gemüse wie Möhren, Orangen und Paprika,

rotes Obst und Gemüse wie Kirschen, Tomaten und Paprika, schon sieht der Teller appetitlich bunt aus!

Die andere Hälfte des Tellers

Ein Viertel Deines Tellers darf mit Kohlehydraten gefüllt sein. Nudeln, Reis und Brot. Bei diesen drei Lebensmitteln gerne auch die Vollkornvariante, dann wird es noch viel gesünder und sättigender. Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Haferflocken fallen ebenfalls in diese Gruppe.

Probiere doch auch mal ungewöhnlichere Dinge wie Bulgur, Quinoa und Hirse aus.

Das letzte Viertel des Tellers wird mit Proteinen gefüllt. Das können pflanzlich Proteine wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen sein.

Käse und Eier sind ebenfalls gute Proteinlieferanten. Genauso wie Tofu und andere Soja-Produkte.

Ein Becher Naturjogurt, einfach zum Essen gelöffelt oder mit etwas Obst zum Nachtisch, liefert auch wertvolle Eiweiße.

Aber es darf auch mal ein kleines Stück gutes Biofleisch sein. Oder fetter Fisch aus Wildfang.

Das Ganze kannst Du mit ein paar Nüssen und Kernen aufpeppen. Sie enthalten viele Mineralstoffe und gesunde Fette.

Gesunde Fette darfst Du auch in Form hochwertiger Öle zu Dir nehmen. An erster Stelle sei hier kaltgepresstes Olivenöl genannt. Davon darf es ein Teelöffel voll sein.

Was keinen Platz auf Deinem Teller finden sollte

Verzichten solltest Du auf fettige Fertigsoßen. Hier sind billige Öle drin und keine Nährstoffe, die Dir guttun. Dafür jede Menge Kalorien.

Auch Fertiggerichte solltest Du aus dem gleichen Grund möglichst selten zu Dir nehmen.

Für Fastfood gilt das Gleiche. Auch hier ist wenig mehr.

Nicht nur für die Hauptmahlzeiten geeignet

Nicht nur Deine Hauptmahlzeit kannst Du so gestalten, sondern auch Frühstück und Abendessen.

Ein Naturjogurt mit vielen Früchten und ein paar Nüssen enthält alles, was Du brauchst. Brot kannst Du nicht nur mit Käse oder Wurst belegen. Wie wäre es mit Quark, Tomate und frischen Kräutern? Du siehst, es gibt unendlich viele Variationsmöglichkeiten. Gerade zum Thema Brot habe ich ein Video gedreht: Pausenbrote, eine gesunde Fastfood-Alternative.

Keine Zwischenmahlzeiten

Verzichten solltest Du möglichst auf Zwischenmahlzeiten und Snacks. Wenn Du Vollkornprodukte wählst, bleibst Du lange satt und Dein Blutzuckerspiegel bleibt gleichmäßig. Das beugt Heißhungerattacken vor.

Getränke

Wasser, Wasser, Wasser und ungesüßter Kräutertee, davon zwei bis drei Liter am Tag.

Ab und an mal Kaffee, ein bis zwei Tassen am Tag, ist ebenfalls okay.

Möglichst meiden solltest Du Softgetränke und Obstsäfte. Hier ist zu viel Zucker enthalten. Statt Orangensaft kannst Du eine Orange essen, das macht länger satt bei weniger Zuckergehalt.

Dein Gewicht

Bei einem BMI über 24 solltest Du versuchen, Gewicht abzunehmen. Denn Übergewicht bringt den hormonellen Regelkreis durcheinander und verhindert so wirkungsvoll den ein oder anderen Eisprung.

Mit der Umstellung Deiner Ernährung sollte dies kein Problem sein. Besonders, wenn Du zwischen den Mahlzeiten keine kleinen Snacks zu Dir nimmst.

Zwei Bemerkungen zu diesem Thema

Erstens: nimm bitte langsam ab. Eine Crash-Diät verhilft Dir nicht schneller zum Wunschkind! Im Gegenteil: Dein Hormonspiegel wird zusätzlich durcheinandergebracht. Da kann die Periode schon mal länger wegbleiben.

Dazu hast Du häufig eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen und Vitaminen. Und gerade davon braucht Dein befruchtetes Ei reichlichste.

Zweitens: Du musst nicht unendlich viel abnehmen. Je nach Ausgangsgewicht reichen 5 -10 %. Das ist doch machbar, oder?

Bewegung

Durch die prädiabetische Stoffwechsellage kannst Du mit moderater Bewegung nicht nur Deinem Gewicht was Gutes tun, sondern auch Deinem Blutzuckerspiegel.

Dies wirkt sich positiv auf Deinen Zyklus aus. Und auf die Schwangerschaftsrate. Dazu gibt es mehrere Studien. So besiegst Du Dein PCO-Syndrom.

PCO-Syndrom bei schlanken Frauen

Das ist ja alles gut und schön, aber ich bin nicht übergewichtig und habe trotzdem ein PCO-Syndrom. Ja, bei 30 – 50 % der Der Frauen mit einem PCO-Syndrom besteht kein Übergewicht.

Hier wird die westliche Lebensweise mit einer kohlehydrat- und zuckerreichen Ernährung und wenig Bewegung verantwortlich gemacht. Also: weniger Kohlehydrate, gesunde Ernährung und Bewegung haben auch hier einen positiven Effekt. So besiegst Du Dein PCO-Syndrom.

Diskutiert wird auch eine negative Wirkung von Kunststoffen und chemischen Stoffen, die eine hormonartige Wirkung haben. Also meide solche Stoffe, die besonders in Kunststoffbehältern und -flaschen vorkommen. Aber auch in Kosmetik und Medikamenten.

Vitamin D

Da viele PCO-Frauen an Vitamin-D-Mangel leiden, kann sich die Einnahme von Vitamin D positiv auswirken. Das haben kleine Studien gezeigt. Oder Du betest mal die Sonne an. So besiegst Du Dein PCO-Syndrom.

Im dritten Teil der Reihe geht es um die medizinische Therapie.

Hast Du noch Fragen zu diesem Thema? Dann bewirb Dich doch für ein kostenloses Erstgespräch unter: info@spaetes-mutterglueck.de.

Alles Liebe

Deine Heidi

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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