Mit 63 ganz natürlich schwanger

Mit 63 ganz natürlich schwanger? Geht das?

Zwei Zeitungsartikel

Heute habe ich Dir zwei Zeitungsartikel mitgebracht, die ich bei der Recherche gefunden habe. Stern-TV hatte ein Interview anlässlich der Entbindung von Frau Hildebrand angefragt (das wird am 1. oder 8. Juni um 22.30 Uhr ausgestrahlt).

Beide handeln von Frauen, die mit 63 Jahren entbunden haben. Ja, Du hast richtig gelesen: 2 Frauen, die mit 63 Jahren ein Baby bekommen haben.

Reaktionen

Das allein ist schon bemerkenswert. Aber was ich noch interessanter fand, war der Ton, der über das späte Mutterglück gegenüber den Frauen angeschlagen wurde.

Der erste Artikel ist vom 04.08.2016 und stammt aus Australien, der zweite ist aus Berlin vom 02.05.2022.

In der Berliner Morgenpost von 2016 klang das so:

Gab Kovacs von der Monash-Universität äußerte sich in Medien kritisch. „Frauen in dem Alter zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, ist unverantwortlich“, sagte er. „Das Kind muss 20 Jahre versorgt werden, und es ist gut möglich, dass die Mutter das nicht kann.“

Als ob das Kind keinen Vater hat…

Sechs Jahre später

2022 waren die Äußerungen schon deutlich weniger heftig. Was sicher auch damit zu tun hat, dass sich Alexandra Hildebrandt zu wehren weiß.

Und so war der Kollege sehr verhalten: „Ein Verlegen der Familienplanung in ein höheres Alter ist eigentlich ab Vierzig schon nicht unproblematisch“, erklärte Charité-Klinikdirektor Prof. Wolfgang Henrich, „aber es gibt offensichtlich Paar- und Familienkonstellationen, die in der Lage sind, das zu bewältigen.“

Da hat sich in sechs Jahren doch ein wenig an der Einstellung getan:).

Zwei Babys, zwei Geschichten

Beide Frauen haben sich sehr spät ihren Kinderwunsch erfüllt. Und doch unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Für die Australierin war es nach langer Odyssee das erste Kind. Mit einem deutlich älteren Partner.

Frau Hildebrand brachte Ihr neuntes Kind zur Welt. Es ist das fünfte Kind nach Ihrem 50 (!) Lebensjahr. Auch ist der Partner „erst“ Mitte fünfzig…

Geschmäckle

Mit 63 noch ein Kind, das ruft auch Kritik hervor. Der möchte ich mich an dieser Stelle nicht anschließen. Hier müssen die Paare selbst entscheiden.

Aber ein Mann, der mit siebzig noch ein Kind zeugt, wird kaum gefragt, ob er die nächsten zwanzig Jahre für sein Kind da ist.

Das hat für mich einen Beigeschmack. Deshalb freue ich mich über die moderatere Kritik im Jahre 2022.

Denn, wenn auch nicht 63 Jahre, aber Frauen werden immer älter beim ersten Kind. Das ist eine Entwicklung, die ich in der Praxis und bei meiner Online-Arbeit immer wieder sehe. Auch wenn es schwierig ist, über 40 noch eine Kinderwunschklinik zu finden, die noch eine Therapie durchführt.

Ehrlichkeit

Frau Hildebrand wird 2020 anlässlich Ihrer achten Entbindung zur Zeugung des Kindes so zitiert:

Noch während ihrer achten Schwangerschaft hätte sie versichert, nicht medizinisch nachgeholfen zu haben, berichtet „RTL“ weiter. „Deshalb ist es eine Gottes Gnade und Privileg, dass wir das jetzt erleben dürfen, und so intensiv auch“, machte die Neunfach-Mutter im Interview deutlich. „Mein Mann und ich freuen uns auch.“

Sorry, aber kann man da nicht ehrlich sein? Ich kenne keinen Mediziner, der das unterschreibt. Auch kenne ich keine Frau, die mit sechzig noch nicht in den Wechseljahren ist.

Wohl aber kenne ich Frauen, die diese Sätze glauben. Und für sich den Schluss ziehen: wenn es bei Frau Hildebrand mit 60 Jahren noch mit einer Schwangerschaft geklappt hat, dann habe ich ja auch noch Zeit. Solche Statements machen falsche Hoffnungen.

Mit 63 ganz natürlich schwanger, jede meiner Kinderwunschfrauen fragt sich dann sofort, warum es bei Ihr nicht so fluppt. Das vergrößert den ohnehin schon nicht unerheblichen Stress noch mehr.

Die Statistik spricht eine andere Sprache. Ab 35 Jahren macht die Schwangerschaftsrate einen Knick nach unten. Da wirkt etwas Hilfe Wunder. Mit 63 ganz natürlich schwanger, natürlich nicht!

Mit 63 Jahren braucht es aber sehr viel Hilfe, eigene Eizellen stehen da nicht mehr zur Verfügung.

Gratulation

Bei aller Kritik, liebe Frau Hildebrand, möchte ich Ihre Leistung gar nicht schmälern. In diesem Alter noch unbeschadet eine Schwangerschaft zu überstehen, Hut ab. Und das mit einem Hintergrundrauschen von acht Kindern.

Dazu an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch von mir an Sie und ihren Partner!

Allen anderen rate ich allerdings, die Familienplanung nicht ganz so weit auf die lange Bank zu schieben. Und wenn Du Fragen hast oder Beratung brauchst, melde Dich gerne. Unter info@spaetes-mutterglueck.de kannst Du einen Beratungstermin buchen.

Für alle, die die Orginalartikel noch mal lesen wollen:

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article207994877/Frau-wird-mit-63-Jahren-Mutter-der-Vater-ist-78.html

.de/berlin/kultur-leute/baby-hammer-berlinerin-wird-mit-63-jahren-zum-neunten-mal-mutter-2438105

Alles Liebe

Deine Heidi

Sydney

04.08.2016, 03:01

Sydney. Mutter mit 63 Jahren – eine Frau fast im Rentenalter hat in Australien mit der Geburt ihrer Tochter nach künstlicher Befruchtung eine Debatte über späte Schwangerschaften ausgelöst.

Das Mädchen kam acht Wochen vor dem Geburtstermin am Montag in Melbourne per Kaiserschnitt zur Welt, wie der Sender Channel Seven News berichtete. Mutter und Tochter seien wohlauf. Der 78-jährige Partner der Frau sei bei der Geburt dabei gewesen.

Michael Gannon, Präsident des australischen Ärzteverbandes AMA, verurteilte die Frau und ihren Partner als selbstsüchtig. „Hat jemand daran gedacht, wie es ist, wenn das Kind Teenager ist?“, twitterte er am Mittwoch. „Wahnsinn. Mit über 60 sollte man keine Kinder mehr bekommen.“

Gab Kovacs von der Monash-Universität äußerte sich in Medien kritisch. „Frauen in dem Alter zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, ist unverantwortlich“, sagte er. „Das Kind muss 20 Jahre versorgt werden, und es ist gut möglich, dass die Mutter das nicht kann.“ In Australien würden Frauen mit Kinderwunsch höchstens bis zum Alter von 53 Jahren behandelt.

Es sei das erste Kind der Frau, berichtete Channel Seven News. Sie habe jahrelang vergeblich versucht, sich künstlich befruchten zu lassen. Mit einer gespendeten Eizelle habe es schließlich im Ausland geklappt. Medien gaben das Alter der Frau unterschiedlich mit 62 und 63 an. Sie ist nach den Berichten zufolge die älteste Frau, die je in Australien ein Baby zur Welt gebracht hat.

Im Mai 2015 hatte eine 65-jährige Berlinerin Vierlinge zur Welt gebracht, nach knapp 26 Wochen Schwangerschaft. Sie war schon mehrfach Mutter. Auch in Deutschland war die im Ausland gezeugte Schwangerschaft auf scharfe Kritik gestoßen.

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article207994877/Frau-wird-mit-63-Jahren-Mutter-der-Vater-ist-78.html

Baby-Hammer: Berlinerin wird mit 63 Jahren zum neunten Mal Mutter

Von Elias Kaminski

Berlin – Alexandra Hildebrandt (63) wurde erneut von Baby-Freuden gesegnet! Die Chefin des Mauermuseums hat ihr neuntes Kind, ein Mädchen namens Maria, zur Welt gebracht.

Alexandra Hildebrandt (63) darf sich zum neunten Mal über das Trappeln von Babyfüßen freuen.Alexandra Hildebrandt (63) darf sich zum neunten Mal über das Trappeln von Babyfüßen freuen.  © Wolfram Kastl/dpa

Wie RTL berichtet, erfolgte die Geburt per Kaiserschnitt. Sowohl Mutter als auch der Knirps seien trotz der Risikogeburt wohlauf.

Fünf ihrer Kinder bekam die Berlinerin nach ihrem 50. Geburtstag, das achte erblickte im Oktober 2020 das Licht der Welt. Ein Wunschkind sei Maria.

Schon damals betonte sie gegenüber dem Kölner Sender, dass ihr das Urteil anderer egal sei: „Wir achten nicht darauf. Die Menschen verhalten sich uns gegenüber ganz normal.“ Die Kinder hingegen bemerkten, dass die Fragen Fremder für ihre Mutti „ganz anstrengend“ seien.

Ehemann Daniel Dormann, der Mitte 50 ist, sieht kein Problem, da sein Vater 88 Jahre alt werde: „Wenn andere sagen: ‚Oh, ihr verbringt so wenig Lebenszeit später mit den Kindern‘, dann ist das ja nicht der Fall.“

Hildebrandt arbeitete weiter trotz acht Kinder in ihrer Position als Museumsdirektorin, sogar in Vollzeit.

Wie umstritten die Schwangerschaften mit ihrem zweiten Mann seien, brachte sie schon 2020 zum Ausdruck: „Was heißt spät, was heißt früh? Ich finde es egoistisch, überhaupt keine Kinder zu kriegen. Die Hauptsache ist, die Frau möchte Kinder haben, die Frau ist gesund. Das ist natürlich die Voraussetzung, dann ist es okay.“

Charité-Klinikdirektor spricht über Schwangerschaft im Alter

Noch während ihrer achten Schwangerschaft hätte sie versichert, nicht medizinisch nachgeholfen zu haben, berichtet „RTL“ weiter. „Deshalb ist es eine Gottes Gnade und Privileg, dass wir das jetzt erleben dürfen, und so intensiv auch“, machte die Neunfach-Mutter im Interview deutlich. „Mein Mann und ich freuen uns auch.“

Doch schon damals hegten Mediziner Zweifel, dass die Schwangerschaften natürlich waren. „Ein Verlegen der Familienplanung in ein höheres Alter ist eigentlich ab Vierzig schon nicht unproblematisch“, erklärte Charité-Klinikdirektor Prof. Wolfgang Henrich, „aber es gibt offensichtlich Paar- und Familienkonstellationen, die in der Lage sind, das zu bewältigen.“

https://www.tag24.de/berlin/kultur-leute/baby-hammer-berlinerin-wird-mit-63-jahren-zum-neunten-mal-mutter-2438105

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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