Leistungssport und Kinderwunsch

Leistungssport und Kinderwunsch, das ist eine wenig erfolgreiche Kombination. Warum, das erfährst Du in diesem Blog.

Untergewicht und Leistungssport

Bei allem, was Sport Gutes für Deinen Kinderwunsch tut, zu viel des Guten schadet! Leistungssport verlängert die Wartezeit auf Dein Baby. Zu viel Sport wirbelt Deinen Hormonhaushalt durcheinander.

Zum einen liegt das daran, das Leistungssportlerinnen oft sehr schlank sind. Zum anderen macht der Leistungssport oft Zyklusschwankungen.

Trainierst Du zu hart, fehlt Deinem Körper die Energie, sich gleichzeitig auf eine Schwangerschaft vorzubereiten.

Zudem schränken viele Leistungssportlerinnen ihre Energiezufuhr ein, was die Situation noch verschärft. Leistungssport und Kinderwunsch brauchen Energie.

Risikogruppen beim Leistungssport

Es gibt zwei Gruppen von Frauen, die besonders gefährdet sind, durch Leistungssport unfruchtbar zu werden:

  • Frauen, die täglich trainieren und
  • Frauen, die Sport bis zur Erschöpfung treiben.

Jede 10. Frau, die täglich Sport treibt, ist unfruchtbar.

Bei den Frauen, die Sport bis zur Erschöpfung treiben, ist es sogar jede 4. Frau ungewollt kinderlos. Leistungssport und Kinderwunsch passen nicht zusammen.

Auch die Zeit spielt eine Rolle: treibst Du mehr als vier Stunden pro Woche Sport, hast Du eine um 40 % höhere Chance, auf Dein Baby verzichten zu müssen.

Besonders deutlich treten diese Effekte bei Frauen unter 30 zu Tage.

Dies sind die Ergebnisse einer Studie der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim. Die Studienleiterin war Lara Gudmundsdottir.

Kinderwunsch bei Leistungssportlerinnen

Wenn Du viel Sport machst, aber Kinderwunsch hast, solltest Du weniger Sport treiben. Reduziere Dein Pensum allmählich, bis Du im Bereich des moderaten Freizeitsports angekommen bist. Dann hast Du die gleichen Chancen, schwanger zu werden wie jede andere Freizeitsportlerin. Leistungssport und Kinderwunsch passen nicht zusammen, aber Freizeitsport unterstützt Deinen Kinderwunsch.

Kein Sport zu treiben, ist nicht die richtige Lösung.

Studienleiterin Gudmundsdottir bestätigt: „Wir glauben, dass sich beim Thema Schwangerschaft und Sport sowohl zu intensives als auch gar kein Training negativ auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirkt.“ 

Beim Sport auf die richtige Energiezufuhr achten

Treibst Du zu viel Sport und schränkst gleichzeitig Deine Energiezufuhr ein, entsteht ein relativer Energiemangel. Für Deinen Körper ist dies ein Notsignal. Er schaltet in den Überlebensmodus, Herz und Hirn werden primär mit Energie versorgt. In einer Notsituation stellt eine Schwangerschaft für Deinen Körper ein Problem dar, es bringt ihn (oder Dich) zusätzlich in Gefahr. Damit wartet er lieber, bis wieder genügend Energie zur Verfügung steht. Wenn schon Leistungssport und Kinderwunsch, dann mit zusätzlicher Kalorienzufuhr.

Ausbleiben der Regelblutung

Das versucht Dein Körper zu verhindern. Deshalb wird weniger LH (luteinisierendes Hormon, ist für den Eisprung verantwortlich) gebildet. Ohne Eisprung gibt es auch weniger Östrogen und Progesteron. Das führt zum Ausbleiben der Regelblutung. Davon schätzungsweise 60 % der Leistungssportlerinnen betroffen.

Je länger das Energiedefizit besteht, desto mehr wird der hormonelle Regelkreis abgeschwächt.

Niedrige Knochendichte und Muskelabbau

Durch den dauerhaft niedrigen Östrogenspiegel haben ambitionierte Freizeitsportlerinnen und Leistungssportlerinnen oft eine erniedrigte Knochendichte. Die Werte liegen 10 -20 % niedriger als bei Frauen mit einem normalen Zyklus. Das kann zu Knochenbrüchen bei der kleinsten Belastung führen.

Zum anderen werden Reserven angegangen, auch die, die zum Teil nicht für die Energiegewinnung gedacht sind: das Fettgewebe und der Muskel (Dein Herz ist auch ein Muskel!).

Was tun?

Ein zu niedriger Körperfettanteil verhindert wirkungsvoll eine Schwangerschaft, genauso wie ein zu hoher Körperfettanteil. Bei Sportlerinnen sollte dieser mindestens 17% betragen, um problemlos schwanger zu werden.

Da gibt es nur ein Rezept, um gegen zu steuern: weniger Sport und mehr Kalorien. Und Geduld. Denn Dein Körper muss erst das Vertrauen aufbauen, dass nicht bald wieder eine negative Energiebilanz auf ihn zu kommt.

Vielen Sportlerinnen hilft die Zufuhr von zusätzlichen Kalorien (300 – 600 kcal pro Tag). Oft sind es nur wenige Kilos mehr, die den Unterschied machen!

Auch Trainingspausen in der Woche von 1 bis 2 Tagen haben sich bewährt.

Leistungssport und Kinderwunsch ist schwierig, deshalb reduziere Dein Sportpensum. Deinem Wunschkind zuliebe.

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Alles Liebe

Deine Heidi

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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