Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten?

Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten, diese Frage stellt sich, wenn Du Deinen Kinderwunsch mit schulmedizinischen Medikamenten unterstützen möchtest.

Im vorigen Teil habe ich Dir die Tablettentherapie vorgestellt, heute stelle ich Dir die Kinderwunschtherapie mit einer Spritzentherapie vor.

Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten?

Je nachdem, wo Du bei Deinem Kinderwunsch stehst, stellt sich dann irgendwann die Frage: Die Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten unterstützen?

Wann wird was eingesetzt? Im vorigen Block bin ich auf die Tablettentherapie eingegangen, heute schauen wir uns die Spritzentherapie und deren Möglichkeiten zusammen an.

Denn ich weiß aus Erfahrung, dass im Praxisalltag oft wenig Zeit für ausführliche Erklärungen ist. Die nächste Patientin wartet schon. Außerdem fallen einem die meisten Fragen erst im Nachhinein ein. Wenn Du dennoch Fragen zu der medikamentösen Therapie hast oder eine Zweitmeinung brauchst, kannst Du auch gerne einen Gesprächstermin buchen. Dann können wir in aller Ruhe die Dinge, die Dir auf dem Herzen liegen, besprechen. Der Link dazu:

https://termin.leichterschwangerwerden.de

Tablettentherapie

Du möchtest die Eizellreifung ohne weitere Therapie unterstützen oder planst eine Insemination?

Dann kannst Du beide Methoden anwenden: die Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten.

Hast Du noch nie eine medikamentöse Therapie durchgeführt, würde ich zunächst mit einer Tablettentherapie starten.

Hilfe

Möchtest Du Dich zu diesem und anderen Themen unabhängig beraten lassen? Dann melde Dich bei mir:

https://termin.leichterschwangerwerden.de/

Spitze Nadeln

Erst wenn diese Therapie keinen Erfolg nach sich zieht, kommen Spritzen zum Einsatz.

Aber auch bei einem ausgeprägten polycystischen Ovar kann eine Spritzentherapie als erste Wahl infrage kommen.

Wenn Du wissen möchtest, was für Dich die richtige Therapieform ist, berate ich Dich gerne.

Künstliche Befruchtung

Bei einer künstlichen Befruchtung wird selten mit Tabletten gearbeitet. Die Frage Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten wird hier meist klar beantwortet.

Eine Therapie mit Spritzen ist die erste Wahl. Nur in seltenen Ausnahmefällen wird mit Tabletten oder ohne Medikamente gearbeitet.

Von welcher Therapie spreche ich?

Es gibt viele Medikamente, die im Rahmen des Kinderwunschs gespritzt werden können. Ich konzentriere mich hier auf das Medikament, das für eine gute Follikelreifung eingesetzt wird.

Verwendet wird künstlich hergestelltes Follikel stimulierendes Hormon.

Wirkung der Spritzentherapie

 FSH, also der Follikel stimulierende Hormon, regt die Eizellbläschen im Eierstock zum Wachstum an.

Da durch die Spritzentherapie mehr zugeführt wird, als normalerweise im Körper vorhanden ist, bilden sich auch mehr Eizellen.

Da die Dosierung fein abgestimmt werden kann, lässt sich die Spritzentherapie gut steuern. Deshalb werden die Spritzen bei polycystischen Ovarien gerne eingesetzt, auch wenn keine künstliche Befruchtung geplant ist.

Mehrere Eizellen

Andererseits ist es bei einer künstlichen Befruchtung kein Drama, wenn mal 2 – 3 Eizellen mehr entstehen. Im Gegenteil, es ist sogar erwünscht. Hier hat eine Tablettentherapie ihre Grenzen.

Mehrlinge?

Mit dem künstlich hergestelltem FSH kannst Du so dosieren, dass zwischen 6 und 10 Eizellbläschen entstehen. Da die Eizellen alle entnommen werden und im Labor befruchtet werden, musst Du Dir hier keine Gedanken über ein Mehrlingsrisiko machen. (Das kommt dann bei der Rückgabe 😊)

Für Zyklen ohne künstliche Befruchtung muss auch hier niedriger und vorsichtiger dosiert werden.

Nebenwirkungen

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, das gilt auch für die Spritzentherapie beim Kinderwunsch.

Dazu gehören Kopfschmerzen und Unterleibsschmerzen. Beides ist meist harmlos.

Aber es gibt auch noch eine Nebenwirkung, die schwerwiegender sein kann.

Überstimulation

Auch wenn die Spritzen gut zu dosieren sind, ist eine Überstimulation nicht auszuschließen. Hier reagieren die Eierstöcke mit einer überschießenden Bildung von Eizellen.

Das kann, je nach Schweregrad, von leichten Unterbauchbeschwerden bis zu einer lebensbedrohlichen Entwicklung gehen.

Deshalb gehört die Kinderwunschtherapie mit Spritzen in die Hand von erfahrenen Ärzten/innen.

Dosierung

Die Dosierung wird individuell an Dich und Deine Therapie angepasst.

Bei einer leichten Unterstützung der Eizellreifung ohne künstliche Befruchtung sollte mit einer niedrigen Dosierung begonnen werden. Hier ist das Ziel, zwei bis drei gute Eizellbläschen heranreifen zu lassen.

Etwas mutiger darf man einer künstlichen Befruchtung zu sehen. Hier ist es erwünscht, zwischen 5 – 10 Eizellen heranreifen zu lassen.

Ultraschall

Auch bei der Spritzentherapie ist eine engmaschige Ultraschallkontrolle wichtig. Die erste Ultraschallkontrolle sollte zwischen dem 8. bis 10. Zyklustag erfolgen. Eventuell kann hier die Dosis noch einmal angepasst werden.

Weitere Untersuchungen richten sich nach der Entwicklung der Eizellen.

Auslösen

Bei einer Spritzentherapie darfst Du den Eisprung immer auslösen. Zwar kann es auch zu spontanen Eisprüngen unter der FSH-Therapie kommen. Punktgenauer und sicherer ist es aber, den Eisprung auszulösen.

Hilfe

Das war der zweite der Kinderwunschtherapie mit Spritzen oder Tabletten. Im ersten Teil habe ich die Tablettentherapie besprochen.

Wenn Du zu den Stimulationstherapien noch Fragen hast, melde Dich bei mir.

Alles Liebe

Deine Heidi

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Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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