Gelbkörperschwäche

Die Gelbkörperschwäche kann über das Schicksal einer Frühschwangerschaft entscheiden. Deshalb ist es wichtig, sie rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Gelbkörperschwäche

Was ist der Gelbkörper

Das Gelbkörperhormon

Welche Bedeutung hat der Gelbkörper für die Schwangerschaft

Was deutet auf eine Gelbkörperschwäche hin

Wie wird das Gelbkörperhormon gemessen

Wie kann ich eine Gelbkörperschwäche behandeln

Was Du noch für eine stabile Gelbkörperphase tun kannst

Was ist der Gelbkörper

Dein Ei gesprungen ist gesprungen. Nun bildet sich aus der Hülle, in der das Ei war, der Gelbkörper. Er ist mit fettreichen gelben Zellen ausgekleidet. Durch diese Fettzellen sieht die ehemalige Eizellhülle nun gelb aus. Die Fettzellen haben dem Gelbkörper denn Namen gegeben.

Der Gelbkörper ist also die ehemalige Eizellhülle mit einer neuen Mission: die Schwangerschaft zu ermöglichen und zu erhalten. Das geschieht durch eine gute Progesteronsekretion.

Das Gelbkörperhormon

Progesteron ist das Gelbkörperhormon. Gebildet wird es nach dem Eisprung vom Gelbkörperchen. Wichtig ist, dass dieses Hormon rechtzeitig in ausreichender Menge gebildet wird.

Welche Bedeutung hat der Gelbkörper für die Schwangerschaft

Progesteron baut die Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Schwangerschaft um. Es lässt die Gebärmutterschleimhaut dicker und gefäßreicher werden. Das verbessert die Nährstoffversorgung in der Schleimhaut. So wird ein befruchtetes Ei gut versorgt.

Die Schleimhaut ist so gut auf Dein Kind vorbetreitet.

Wird zu wenig von diesem Gelbkörperhormon gebildet, findet dieser Umbau nur ungenügend statt. Die Blutung tritt dann zu früh ein und ein eventuell befruchtetes Ei kann sich nicht mehr einnisten. Dadurch kann keine Schwangerschaft entstehen.

Ist der Gelbkörperhormonspiegel bei Eintritt einer Schwangerschaft zu niedrig, besteht auch die Gefahr einer frühen Fehlgeburt.

Mit einer entsprechenden Hormongabe kannst Du das wirkungsvoll verhindern.

Was deutet auf eine Gelbkörperschwäche hin

Symptome einer Gelbkörperschwäche sind eine verkürzte 2. Zyklushälfte und frühzeitig einsetzende Blutungen. Nach dem Eisprung sollten mindestens 10 – 12 Tage vergehen, bis die Blutung einsetzt.

Ein weiterer Hinweis auf eine Gelbkörperschwäche können Schmierblutungen vor dem Einsetzen der eigentlichen Regelblutung sein.

Wie wird das Gelbkörperhormon gemessen

Führst Du eine Temperaturkurve, kannst Du oft schon eine Gelbkörperschwäche ohne eine Laboruntersuchung sehen. Eine verkürzte zweite Hälfte nach dem Eisprung von weniger als 10-12 Tagen ist hier typisch. Diese kannst Du an der Kurve sehr leicht ablesen.

Eine Blutentnahme bringt ebenfalls schnell Klarheit. Die Bestimmung wird 20.-22. Zyklustag durchgeführt. Am besten lässt Du Dir das Blut morgens abnehmen.

Aber Achtung: hast Du eine verlängerte erste Zyklushälfte, kann der Wert verfälscht sein. Eine verlängerte erste Hälfte liegt vor, wenn der Eisprung nach dem 14. – 16. Zyklustag stattfindet. Auch hier ist eine Temperaturkurve hilfreich und aufschlussreich. Sie zeigt Dir, wann Dein Eisprung genau stattfindet.

Wie kann ich eine Gelbkörperschwäche behandeln

Milde Zyklusteezubereitungen für die zweite Hälfte können Abhilfe schaffen bei einer leichten Gelbkörperschwäche.

Mönchspfefferpräparate sind eine weiterer naturheilkundlicher Therapieansatz. Hier ist eine langfristige Einnahme sinnvoll. Nur so können diese pflanzlichen Mittel ihre volle Wirkung entfalten.

Schulmedizinisch gibt zwei Möglichkeiten:

Zum einen kannst Du Gelbkörperhormon in Form von Kapseln oder Tabletten in der zweiten Zyklushälfte zu Dir nehmen. So gleichst Du den Mangel an Gelbkörperhormon aus.

Zum anderen ist die Gelbkörperschwäche oft auch ein Zeichen einer gestörten Eizellreifung. Auch hier kannst Du ansetzten und mit Medikamenten die Eizellreifung verbessern. Einfach und in Tablettenform geht das mit Clomifen oder Letrozol. Komplizierter wird es, wenn Du Hormone selbst spritzen musst.

Alle Medikamente sollten aber immer unter ärztlicher Aufsicht eingenommen oder gespritzt werden. Und die Wirkung sollte durch eine Ultraschalluntersuchung genau kontrolliert werden.

Was Du noch für eine stabile Gelbkörperphase tun kannst

Auch andere Hormon, wie zum Beispiel die männlichen Hormone oder die Schilddrüsenhormone, beeinflussen die Progesteronproduktion. Deshalb lasse auch diese Hormone frühzeitig bestimmen, um ein eventuelles Ungleichgewicht schnell erkennen zu können.

Stress beeinflusst ebenfalls die Eizellreifung und das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel der Hormone.

Versuche deshalb, Stress zu vermeiden, wenn Du schwanger werden willst. Oder Du baust ihn aktiv mit Entspannungsübungen ab. Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation oder Yoga sind geeignete und leicht zu lernende Methoden mit großer Wirksamkeit. Sie bringen Dich schnell wieder in die Entspannung und Deine Stresshormone in Normalzustand.

 Auch Sport oder ein erfüllendes Hobby können hier Wunder wirken. Hierbei darfst Du abschalten. Damit sich Körper und Geist beruhigen können.

Wenn Dich dieses Thema interessiert, kannst Du Dir auch das Video zum Thema ansehen:

Alles Liebe

Deine Heidi

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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