Fragen, Fragen, Fragen…

Fragen, Fragen, Fragen… Gerade beim Kinderwunsch scheinen es im Laufe der Zeit immer mehr statt weniger zu werden.

Fragen, Fragen, Fragen…

Als ich mit Instagram und YouTube anfing, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Zum einen werden beide Kanäle gut angenommen. Auf YouTube habe ich nach einem halben Jahr immerhin schon über 1000 Abonnenten. Das finde ich schon ganz beachtlich! Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Womit ich aber auch nicht gerechnet habe, waren die vielen Fragen, die ich bekam.

Da ich oft nicht hinterherkomme, alle zu beantworten, gibt es hier eine kleine Auswahl an Fragen, die vielleicht auch für Dich interessant sind. Wenn es dazu ein Video gibt, verlinke ich es Dir hier. Dann musst Du nicht lange suchen.

Let´s go!

Fragen, Fragen, Fragen… Hier die erste:

Woher weiß man, dass die Samenqualität nicht so dolle ist?

Kann man das durch irgendwelche Tests herausfinden?

Antwort: Am Ejakulat kannst Du es leider nicht sehen! Es gibt Ejakulate, die bestehen aus viel Prostatasekret, andere aus weniger. Wichtig ist vor allen Dingen die Anzahl der beweglichen Samenfädchen. Und diese Fraktion des Samens macht nur 10 % aus, der Rest ist Prostatasekret.

Ja, es gibt Tests zum Testen der Samenqualität. Aber die sind sehr ungenau.

Am besten, Dein Partner lässt ein Spermiogramm anfertigen. Das geht in der Kinderwunschklinik und beim Urologen. Bei mir in der Praxis ist das ganz unkompliziert: kurz vor Feierabend vorbeigebracht, hast Du am nächsten Tag das Ergebnis.

Vor der Abgabe der Probe solle Dein Partner 3-5 Tage keine Ejakulation haben. Die Probe wird in ein sauberes Gefäß masturbiert und körperwarm in die Praxis transportiert.

Unterm Mikroskop siehst Du dann die Spermien auf dem Objektträger schwimmen. Oft zeige ich den Paaren die Befunde unterm Mikroskop. Das ist für alle immer ganz spannend.

Zum Spermiogramm gibt es zwei Videos

Fragen, Fragen, Fragen… Dies ist die zweite Frage:

Ist ein 25-tägiger Zyklus zu kurz?

Antwort: Das kommt darauf an, an welchem Tag Dein Eisprung ist. Ist er an 16.-18. Zyklustag, dann bleibt für die zweite Zyklushälfte und damit für die Einnistung des Embryos zu wenig Zeit.

Hast Du den Eisprung schon am neunten oder zehnten Tag, dann ist das okay. Die zweite Hälfte Deines Zyklus sollte 12-14 Tage lang sein, damit der Embryo genügend Zeit hat, sich einzunisten. Kommt die Blutung zu früh, geht er unter Umständen mit ab, da er sich noch nicht tief genug einnisten konnte.

Der „ideale“ ist 28 Tage lang und hat am 14. Zyklustag den Eisprung.  Aber es gibt auch Zyklen, die nicht wie im Bilderbuch sind, aber trotzdem okay sind.

Der Blog zur Gelbkörperschwäche: https://spaetes-mutterglueck.de/gelbkoerperschwaeche/

Videos zum Thema Eisprung bestimmen:

Gelbkörperschwäche ist das Thema eines weiteren Videos:

Fragen, Fragen, Fragen… Der dritte Kommentar:

Hallo, ich hatte leider vor neun Monaten eine Ausschabung, seitdem bekommen ich meine Periode nicht mehr. Meine Gebärmutterschleimhaut lag nur bei etwa 2-3 mm. Ich mache mir Sorgen, das die Schleimhaut irreversibel gestört ist (Asherman Syndrom).

Antwort: Zunächst einmal: was ist ein Asherman Syndrom?

Das Asherman Syndrom bezeichnet Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle, die meist nach Ausschabungen vorkommen können. Manchmal auch nach Entzündungen. Allerdings ist es nicht ganz so häufig.

Mit einem Ultraschall kannst Du es nicht diagnostizieren, dazu musst Du mit einer Optik in die Gebärmutter schauen. Dabei kannst Du mit den richtigen Instrumenten auch gleich operativ tätig werde und die Verwachsungen lösen.

Denn diese Verwachsungen können eine Einnistung Deines Embryos verhindern.

Aber der Eingriff ist eine kleine Operation mit Narkose.

Eine Gebärmutterspiegelung kann in den entsprechenden Zentren auch mit einer Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Nach neuen Monaten ohne Blutung solltest Du das mit Deinem Gynäkologen mal besprechen.

Oder Du schaust, ob sich die Schleimhaut mit einer zusätzlichen Östrogengabe aufbauen lässt. Wenn hier so gar nichts passiert, solltest Du nach dieser Zeit die Gebärmutterspiegelung durchführen lassen.

Zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gibt es zwei Videos:

Fragen, Fragen, Fragen…, auch zur Eileiterprüfung:

Stimmt es, dass die Chancen auf eine Schwangerschaft nach einer Eileiterprüfung höher sind? Weil die Eileiter dann durchgängiger sind?

Antwort: Ja, das stimmt. Auch im Eileiter gibt es dünnflüssigen Schleim, damit das Ei besser in die Gebärmutter gleiten kann.

Wenn dieser Schleim eindickt, kann er einen undurchlässigen Pfropf im Eileiter bilden, der weder das Ei zur Gebärmutter durchlässt, noch können die Spermien zum Ei gelangen. Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist, dass Du diesen Pfropf mit einer Eileiterprüfung einfach wegspülen kannst. Und so erklärt sich eine erhöhte Schwangerschaftsrate in den Monaten nach der Eileiterprüfung.

Gerade vor zwei Wochen habe ich eine Patientin gehabt, der genau dieses passiert ist. Und sie ist nicht die einzige, die sich jetzt über eine Schwangerschaft freut.

Zu einer sehr eleganten und einfachen Methode der Eileiterprüfung gibt es ein Video. Diese wende ich auch selbst gerne bei meinen Patientinnen an!

Fragen, Fragen, Fragen… Zum Schluss noch mal was zum AMH:

Ich bin 42 Jahre und wünsche mir noch ein Kind. Meine Periode ist nicht mehr ganz regelmäßig. Da hat mir meine Frauenärztin die Bestimmung des Anti-Müller-Hormon vorgeschlagen. Was ist das und macht das Sinn?

Antwort: Ja, auf jeden Fall! Zum einen wegen der unregelmäßigeren Perioden, aber auch wegen des Alters (sorry).

AMH, oder auch Anti-Müller-Hormon sagt etwas über Deine Eizellreserven aus. Gebildet wird es von kleinen Zellen, die um die unreifen Eizellen sitzen.

Ist Dein AMH-Wert im Normbereich, ist alles gut.

Wenn es aber schon sinkt, ist dies ein Zeichen, dass nicht mehr ganz so viele Eizellen für die Befruchtung zur Verfügung stehen. Da solltest Du Deine Familienplanung schneller und straffer angehen.

Ich selbst bestimme auch schon bei jüngeren Frauen das AMH. Je nach Wert kann ich dann die Therapie sehr viel effektiver ausrichten.

Weitere Informationen zu meinem Lieblingshormon findest Du hier:

Zu dem großen Fragenkomplex Diagnostik erscheint am 4.8.20 mein erster Onlinekurs. Hier geht es darum, welche Basisuntersuchungen unbedingt durchgeführt werden sollten, damit Du weißt, wo Du stehst und wie viel Zeit Du noch für Deine Familienplanung hast. Und das AMH gehört für mich zur Basisdiagnostik!

Wenn Dich dieser Kurs interessiert, streiche Dir den 4.8.20 rot im Kalender an. Mehr erfährst Du in den nächsten Blogs hier auf der Webseite.

Wenn Du Fragen hast, immer und gerne: per E-Mail oder unter die Videos. Ich bemühe mich, schnell zu antworten. Und wenn mal eine Frage offenbleibt, schau ab und an mal hier oder auf YouTube vorbei, dann war sie vielleicht so interessant, dass ich sie auf diesem Weg beantworte. Damit auch andere von Deiner Frage profitieren.

Ich hoffe, bei dieser Auswahl war auch etwas für Dich dabei.

Alles Liebe und viel Erfolg auf Deinem Weg zum Wunschkind!

Deine Heidi

Gratis Guide: Leichter schwanger werden

10 einfache Tipps, die Dir helfen, leichter schwanger zu werden, Deine Abkürzung zum Wunschkind.

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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