Bei den Urvölkern

Bei den Urvölkern:

Bei den Urvölkern geht es doch auch

Wie machen das denn die Urvölker? Die nehmen sowas auch nicht und kriegen auch normal Kinder. Und ob deren Böden alle so klasse sind, ist fraglich.

Was ist ein Urvolk?

Ursprüngliches Frauenbild

Und wehe, es klappt nicht…

Lebensweg bestimmen

Folsäure

Selbst geerntet oder Fast-Food

Genussgifte

Jagd und Landwirtschaft

Kein Fernsehabend…

Stressbewältigung

Wir haben die Wahl!

Back to the roots?

Entscheidungsspielräume nutzen

Bei den Urvölkern geht es doch auch

Ja das begegnet mir häufiger: bei den Urvölkern klappt es doch auch ohne den ganzen Schnickschnack.

Diesen Kommentar habe ich unter dem YouTube Video zur Folsäure gefunden.

Das hat mich bewogen, diesen Kommentar mir doch etwas genauer anzuschauen.

Was ist ein Urvolk?

Wobei man sich mit dem Wort Urvolk ja schon das erste Mal in die Nesseln setzt. Was ist das? Ich denke da an Papua-Neuguinea und leicht bekleidete Menschen, braun gebrannt, die in Holzhütten wohnen. Aber es muss ja nicht Eure Vorstellung sein oder Deine Vorstellung.

Aber es gibt schon ein paar Dinge, die man grundsätzlich dazu anmerken kann.

Ursprüngliches Frauenbild

In den ursprünglichen Bevölkerungen war das Eintrittsalter einer Schwangerschaft deutlich niedriger als heute. Als Frau hattest Du eigentlich, abgesehen von der Feldarbeit und dem Haushalt, nur noch eine Bestimmung: Mutter zu werden. Und wenn Du jung bist, klappt es mit der Schwangerschaft meist auch recht gut. Aber auch hier gibt es Frauen, die nicht schwanger werden. Und die hatten es meist oder haben es meist sehr schwer bei den Urvölkern.

Und wehe, es klappt nicht…

Die älteste Mutter ist eine Inderin, die mit 72 Jahren mit einer Eizellspende schwanger wurde. Die vorherige Rekordhalterin ist mit 70 Jahren schwanger geworden. Auch eine Inderin. Ihre Geschichte war mal in einer großen Frauenzeitschrift abgedruckt. Sie hat von viel Schmäh und Ausgrenzungen erzählt, zeitweise hatte ihr Mann andere Frauen und sie wurde als Leerbauch beschimpft. Ein Bauch der leer geblieben ist, eine Gebärmutter, die nicht zum „Fruchthalter“ wurde (so nannte ein Arzt, den ich mal vertreten habe in jungen Jahren, die Gebärmutter). Allein dieses Wort ist schon, na ja lassen wir das.

Lebensweg bestimmen

Da haben wir es heute schon deutlich besser. Wir können, zumindest theoretisch, unseren Lebensweg frei wählen und planen, anders als bei den Urvölkern. Allerdings hat das oft auch seinen Preis: die Familienplanung gerät zeitweise aus dem Blick und dann ist es kurz vor zwölf.

Um auf den Eingangskommentar mit der Folsäure zurückzukommen: Da hast du dann nicht mehr lange Zeit zu schauen, ob du mit oder ohne Nahrungsergänzungsmitteln schwanger wirst. Dann nimmst du, was erprobt ist und hilft.

Folsäure

Dazu gehört für mich nicht nur die Folsäure, aber gerade bei der Folsäure ist die Vorbeugung des offenen Rückens wissenschaftlich belegt. Außerdem schützt die Folsäure dein Erbgut. Von den positiven Auswirkungen aufs Herzkreislaufsystem und anderen Allgemeinerkrankung ganz zu schweigen.

Selbst geerntet oder Fast-Food

Aber auch ein anderes Thema sollten wir nicht aus den Augen verlieren.

Je naturnäher und abgeschiedene Du lebst, desto weniger Verlockung von modernen Fast-Food-Ketten stehen Dir zur Verfügung. Dann in den ursprünglichen Gesellschaftsformen oft auch noch Landwirtschaft betrieben und das verzehrt, was selbst hergestellt wird. Tiefkühlpizzen und Tütensuppen stehen da selten auf dem Speiseplan. Damit nimmst Du auch deutlich weniger schädliche Nahrungszusatzstoffe zu Dir, wie Konservierungsstoffe, Aromen und Transfette.

Und da Du Dein Gemüse selbst erntest, fallen keine langen Transportwege an. Da sind dann tatsächlich noch Mineralstoffe und Vitamine drin! Anders als in dem Gemüse und Obst, dass drei Wochen vor dem Verzehr geerntet wird und auf der Reise zum Verbraucher nachreift.

Genussgifte

Bei den Urvölkern wird es außerdem weniger Genussgifte geben in Form von Zucker oder auch Alkohol oder Zigaretten. Auch hier ein deutliches Plus für die Fruchtbarkeit in den ursprünglichen Gesellschaftsformen.

Jagd und Landwirtschaft

Dann ist da noch das Thema Bewegung: wenn wir jetzt uns die Urbevölkerung in einem ländlich abgeschiedenen Landstrich vorstellen, mir fällt da ja meist Afrika ein, aber es kann ja auch woanders sein, da musst Du schon, wenn Du eine landwirtschaftlich orientierte Lebensweise hast, Dein Obst, Gemüse und Getreide selbst anbauen. Gartenarbeit ist so für einen Bleistiftartisten wie zum Beispiel mich echte sportliche Betätigung. Ich komme da richtig ins Schwitzen. Und gehst Du noch mehr Richtung „Urbevölkerung“ und möchtest dann auch noch das Jagen mit hereinbringen, da läufst Du schon paar Kilometer, bis Du das Fleisch für Deinen Grill zusammen hast. Man geht davon aus, dass im Zeitalter der Jäger und Sammler die Menschen 20-40 Kilometer für Ihr Steak gelaufen sind. Heute fährst Du bei der Fast-Food-Kette zum Drive in und muss noch nicht einmal mehr aus dem Auto steigen.

Kein Fernsehabend…

Und nach einem langen Arbeitstag, wenn überhaupt vorhanden (Urbevölkerung), ist dann meist auch kein Fernsehen mehr angesagt. Und damit fällt auch schon eine ganze Menge an Snacks unter den Tisch. Wird dann noch mal gegessen, dann eher Obst und Gemüse.

Stressbewältigung

Nehmen wir dann noch das Thema Stress: den baust Du, wenn Du Dich eher naturnah verhältst, durch Bewegung ab. Wenn wir uns über den Chef ärgern, sitzen hinterher am Schreibtisch und beißen in den Griffel. Da ist nix mit Stresshormonabbau. Damit kann der erhöhte Spiegel von Stresshormonen unser hormonelles Gleichgewicht empfindlich stören. Gesünder wäre es, nach einem Zusammenstoß mit dem Chef durchs Büro zu brennen und zu brüllen. Ich befürchte aber, dass Du das nicht ganz so häufig machst…

Wir haben die Wahl!

Und bei aller Liebe, es gibt Preise, die wir für Selbstverwirklichung und „Zivilisation“ zahlen. Unsere Lebensweise ist vielleicht einerseits nicht mehr ganz so ursprünglich. Und manchmal auch nicht so gesund. Aber zum einen haben wir eine gute medizinische Versorgung, zum anderen leiden wir keinen Hunger und können aus einem großen Lebensmittelangebot auswählen. Es liegt an uns, was wir auswählen.

Wir entscheiden, und wir können das entscheiden, wir haben die Wahl, wie gesund wir uns ernähren. Wie häufig wir uns vor den Fernseher setzen oder stattdessen Sport treiben. Und wir können auch selbst entscheiden, wie wir mit unserem Stress umgehen.

Back to the roots?

Nichtsdestotrotz kann ich mit diesen Vergleichen wenig anfangen. Auf der einen Seite holen wir die Urbevölkerung aus der Schublade, auf der anderen Seite gehen wir auch gerne mal zu der Fast-Food-Kette und lassen uns von Netflix berieseln. Und das Handy mal 24 Stunden nicht in die Hand zu nehmen, gleicht für viele auch schon an Körperverletzung.

Entscheidungsspielräume nutzen

Und wir haben die Möglichkeit, vieles unsere ungesunde Lebensweise auszugleichen, beziehungsweise vielen Krankheiten vorzubeugen. Warum sollte man dies nicht nutzen? Letztendlich trifft jeder seine Entscheidung selbst. Und das Schöne an der Sache ist, wir können die Entscheidung selbst treffen.

Bist du Mitglied einer wie auch immer gearteten Urgesellschaft oder Urvolkes, ist Dein Entscheidungsspielraum deutlich enger. Deshalb mag ich diese Vergleiche nicht, sie helfen keinem weiter und ignorieren, dass wir heute ganz anders aufgestellt sind als die „Urvölker“.       

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Denkanstöße mit diesem Blog geben.

Diesen Blog gibt es auch als Video auf meinem YouTube Kanal!

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Alles Liebe

Deine Heidi

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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