Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn?

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn?

Die Hibbelzeit kann schon ganz schön anstrengend werden. Manchmal hast Du das Gefühl: in diesem Zyklus hat es geklappt. Und dann möchtest Du Gewissheit haben. Aber ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn?

Freudige Erwartung

Für ein Ultraschallbild brauchst Du Geduld!

Ab wann ist was sinnvoll?

Ab wann macht welcher Schwangerschaftstest Sinn?

Was sehe ich bei einem Schwangerschaftstest?

Was bedeuten die Streifen?

Wann ist der Test positiv?

Wann kannst Du was im Ultraschall sehen?

Gelbkörperchen

Frühzeichen einer Schwangerschaft

Die Fruchthöhle

Der sekundäre Dottersack

Embryo und Herzschlag

Wie werden die Schwangerschaftswochen gerechnet?

Frauenärzte rechnen in Wochen

Freudige Erwartung

Die vielen Pippistreifen, die ich im Laufe meines Gynäkologenlebens schon begutachten durfte, sind ungezählt. Oft mit zitternden Händen an meinem Schreibtisch aus Toilettenpapier oder Papiertaschentüchern ausgewickelt. Einer, manchmal auch zwei und drei.

Seit ich auf Instagram aktiv bin, sind noch mal unzählige fotografierte Urinstreifen dazu gekommen. Immer mit der bangen Frage in den Augen: Der ist doch positiv, oder?

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn, wann siehst Du ein eindeutiges Ergebnis?

Wann kann ich was im Ultraschall sehen, ist dann oft die zweite Frage.

Für ein Ultraschallbild brauchst Du Geduld!

Ich habe schon Enttäuschungen am laufenden Meter produziert. Da kommt eine meiner Patientinnen mit einem Frühschwangerschaftstest und fiebert der ersten Ultraschalluntersuchung entgegen. Was sehe ich? Nix! Da ist die Enttäuschung erst mal groß. Da hilft es auch nichts, wenn ich auf die hoch aufgebaute Schleimhaut verweise, die auf eine Schwangerschaft hinweist.

Ab wann ist was sinnvoll?

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn? Und wann kann ich im Ultraschall was sehen?  Und was sehe ich in welcher Schwangerschaftswoche?

Dann lösen wir diese Rätsel mal fachärztlich auf!

Ab wann macht welcher Schwangerschaftstest Sinn?

Der Schwangerschaftstest ist in zwei Stufen erhältlich: 10 mU/ml und 25 mU/ml.

Der erste Test mit einer Empfindlichkeit von 10 mU/ml kann schon acht bis zwölf Tage nach dem Eisprung durchgeführt werden, also noch vor Eintritt der Periode. Dies ist ein sehr empfindlicher Test.

Drei bis vier Tage nach dem Ausbleiben der Periode schlägt der zweite Test an. Dann ist die Menge des zirkulierenden Schwangerschaftshormons über 25 mU/ml im Blut erreicht und der Test wird positiv.

Was sehe ich bei einem Schwangerschaftstest?

Bei einem Schwangerschaftstest gibt es nur ein „Ja“ oder ein „Nein“. Entweder die erforderliche Menge Schwangerschaftshormon zirkuliert im Blut oder nicht. Manchmal siehst Du einen kleinen Unterschied an der Stärke des zweiten Teststreifens.

Hast Du den Test zu früh gemacht und die erforderliche Hormonmenge des Schwangerschaftshormons zirkuliert noch nicht im Blut, ist der Test negativ. Und wenn es statt 25 mU/ml nur 20 mU/ml sind. Dann bist Du zwar schwanger, aber der Test ist trotzdem negativ und zeigt statt zwei nur einen Streifen.

Was bedeuten die Streifen?

Zwei Streifen? Ja, der eine Strich ist ein Kontrollstrich, der Dir sagt, dass Du den Test richtig angewendet hast. Der zweite Streifen zeigt an, ob Du schwanger bist oder nicht.

Wann ist der Test positiv?

Hast Du die Nachweisgrenze des Tests überschritten, ist es egal um wie viel. Der Test zeigt nur positiv an. Neuere Testsystem geben Dir allerdings auch schon ein ungefähres Schwangerschaftsalter an. Dies ist jedoch sehr vage, da die Höhe des Schwangerschaftshormons sehr stark schwankt.

Das siehst Du sehr schön an dieser Tabelle:

Schwangerschaftswoche                 von                      bis

3. Woche            6 mU/ml                   70 mU/ml
4. Woche          10 mU/ml                 750 mU/ml
5. Woche        220 mU/ml              7.140 mU/ml
6. Woche        160 mU/ml            31.800 mU/ml
7. Woche     3.700 mU/ml          164.000 mU/ml
8. Woche   32.000 mU/ml          150.000 mU/ml
9. Woche   63.800 mU/ml          151.400 mU/ml
10. Woche   46.500 mU/ml          187.000 mU/ml
12. Woche   27.800 mU/ml          211.000 mU/ml
14. Woche   14.000 mU/ml            62.500 mU/ml

Wann kannst Du was im Ultraschall sehen?

Jetzt ist der Schwangerschaftstest positiv und Du möchtest sehen, was sich in Deinem Körper abspielt, den neuen zukünftigen Erdenbürger begrüßen. Ab wann macht da eine Ultraschalluntersuchung Sinn? Wann siehst Du in der Gebärmutter was?

Da brauchst Du leider auch noch mal ein wenig Geduld! Aber es gibt sehr früh schon ein paar indirekte Hinweise auf eine Schwangerschaft.

Gelbkörperchen

Zum einen kannst Du an den Eierstöcken oft noch ein Gelbkörperchen sehen. Das ist die Hülle, aus der Dein Ei gesprungen ist. Sie ist mit Zellen ausgekleidet, die in der zweiten Zyklushälfte Progesteron, also Gelbkörperhormon produzieren. Progesteron sorgt dafür, dass die zweite Zyklushälfte lang genug ist. So hat der Embryo genügend Zeit, sich in Ruhe einzunisten. Wird zu wenig Progesteron gebildet, kann es passieren, dass die Blutung zu früh einsetzt. Hat der Embryo da noch keine Möglichkeit gehabt, sich einzunisten, blutet er mit ab. Das passiert bei einer Gelbkörperschwäche. Zu diesem Thema findest Du ein Video auf meinem YouTube Kanal.

Frühzeichen einer Schwangerschaft

Zurück zu den Frühzeichen einer Schwangerschaft:

Zum anderen hast Du in der Frühschwangerschaft oft eine sehr hoch aufgebaute Schleimhaut, deutlich höher aufgebaut als sonst kurz vor der Periode. Mehr siehst Du in der Frühschwangerschaft nicht.

Die Fruchthöhle

Erst so ab etwa 1000 mU/ml kannst Du in der Gebärmutter etwas sehen. Das ist zirka eine Woche nach Ausbleiben der Regel. Nein, kein fertiges Kind mit Armen und Beinen, da musst Du noch ein paar Wochen Geduld haben. Es ist oft nur ein stecknadelkopfgroßes Pünktchen. Mehr nicht.

Der sekundäre Dottersack

Aber dann schreitet die Entwicklung rasant voran. Der sekundäre Dottersack ist zu sehen, ein kleiner Kreis in der Fruchthöhle. Dies ist das „Frühstückspaket“ des Kindes. Ich freue mich immer sehr, wenn ich ihn sehe. Denn der Nachweis dieses kleinen Kringelchens bedeutet, dass sich die Schwangerschaft in der Gebärmutter befindet und ich eine Eileiterschwangerschaft mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen kann. Nur extrem selten gibt es bei Spontanschwangerschaften den Fall, dass sich ein Embryo in der Gebärmutter befindet und der andere im Eileiter. Bei einer künstlichen Befruchtung ist dies auch selten, aber auch hier kann es vorkommen.

Embryo und Herzschlag

In der fünften Woche siehst Du schon den Embryo, in der sechsten Woche kannst Du den Herzschlag sehen. Das ist immer ein sehr ergreifender Moment, wenn Du das erste Mal das feine Tickeln des Herzschlags bei Deinem Kind siehst!

Wie werden die Schwangerschaftswochen gerechnet?

Apropos Schwangerschaftswoche: das wird, auch hierzulande unterschiedlich gerechnet. Gehst Du von 40 Schwangerschaftswochen aus, wird ab dem ersten Tag der regelstarken Blutung gerechnet. Dabei zählst Du die ersten zwei Wochen bis zum Eisprung (bei einem 28-Tage-Zyklus) mit. Ist Dein Zyklus länger oder kürzer, muss eventuell entsprechend korrigiert werden. Hier wird also post menstruationem gerechnet.

Post conzeptionem rechnest Du, wenn Du ab Eisprung rechnest. Da hast Du dann „nur“ 38 Schwangerschaftswochen.

Die meisten Frauen können ihren Eisprung nicht so klar bestimmen, wie ihre Menstruation, weshalb sich die erste Rechenart durchgesetzt hat.

Frauenärzte rechnen in Wochen

Willst Du mich mal zum Schwitzen bringen? Das geht ganz einfach: wenn Du mich fragst, in welchem Monat Du bist. Da ist rechnen angesagt. Denn als Frauenarzt rechnest Du in der Regel in Wochen.

Ich helfe Dir gerne, damit Du schnell schwanger wirst. Dazu gibt es jetzt ganz neu meine Online-Sprechstunde, die Du buchen kannst.

Der Link zur Online-Sprechstunde:

https://klickehier.com/online-sprechstunde

Wann darf ich Dich dort begrüßen?

Alles Liebe

Deine Heidi

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Herzlich Willkommen!

Hallo, mein Name ist Dr. med. Heidi Gößlinghoff.

Ich bin Frauenärztin und Reproduktions-medizinerin mit Leib und Seele. Neben der Facharztausbildung habe ich mich in  Naturheilverfahren, Akupunktur und Neuraltherapie ausbilden lassen.

Später kamen noch Weiterbildungen der Ernährungsmedizin, Hormontherapie und Anti-Aging Medizin dazu. Zuletzt habe ich im März 2018 eine dreijährige berufsbegleitende Ausbildung der fachgebundenen Psychotherapie abgeschlossen.

Um so mehr haben mein Mann und ich uns gefreut, dass es mit der Familienplanung komplikationslos geklappt hat: wir haben drei tolle Kinder, die ich im Alter von 38, 39 und 49 Jahren bekommen habe.

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